Vergangene Veranstaltung:
Tagung: Kritik der subjektiven Rechte

10.02.2017 - 11.02.2017
Gästehaus Teerhof

Zentrum für Europäische Rechtspolitik (ZERP)

Subjektive Rechte sind das Grundelement des modernen Rechts. Über ihre rechtstheoretische Begründung und Einordung besteht jedoch keine Einigkeit. Vernunftrechtliche, rechtspositivistische, materialistische, liberalistische, diskursethische, systemtheoretische Deutungen weisen den subjektiven Rechten und ihrer Kritik je eigene Bedeutung zu. Dabei hat das kritische Nachdenken über subjektive Rechte gerade in Bremen Tradition: Bereits 1976 setzte Karl-Heinz Ladeur mit seiner Arbeit „Rechtssubjekt und Rechtsstruktur“ bei den Subjektivrechten an.

Der Frankfurter Rechtsphilosoph Christoph Menke hat nunmehr mit seinem Buch „Kritik der Rechte“ 2015 einen neuen Anlauf unternommen, die Figur der subjektiven Rechte kritisch zu reflektieren und der rechtswissenschaftlichen Reflexion über diese zentrale Figur neue Impulse zu geben. Aus einer Rekonstruktion des bürgerlichen Rechts, welches subjektive Rechte als Form der Gleichheit einsetzt, entwickelt Menke begrifflich mit dem Materialismus der Form ein neues Verständnis von Gesetz und Natur. Menke vollzieht eine radikale Kritik des bürgerlichen Rechts, die in einem Plädoyer für das Rechts der Gegenrechte mündet.

Christoph Menkes Überlegungen steckten den Horizont für die Tagung ab, die im Rahmen des ERC Projektes „Transnational Force of Law“ stattfand.

Informationen zum Programm finden Sie unten.

Maximilian Pichl (Universität Frankfurt) hat für das Nachrichtenportal Soziopolis einen Tagungsbericht verfasst.

 

 

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Programm